Alpenschlitzohren mit profil
22. Januar 2008 von schadenmeldung
Im neuesten Profil (4/08, S.41) darf Redakteurin Andrea Rexer beleidigte Leberwurst spielen und in ihrem Beitrag “Diese Schlawiner” die Ehre Österreichs retten. Dazu muss freilich schon mal das frauenfeindliche “Hascherl”-Klischee herhalten, wonach Frauen zu selbständigen Aktionen nicht fähig seien und diese nur mit der Hilfe oder von Gnaden eines Mannes setzen können. Rexer unterstellt nämlich der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, die das bevorstehende Megageschäft der OMV mit der Nationalen Iranischen Ölgesellschaft kritisiert und das österreichische Engagement als gefährlich einstuft, dies nur US Präsident George Bush zuliebe zu machen und bezeichnet diese daraufhin als “Bush-Mädel”. Kein Wort vom islamistischen Vernichtungswahn oder den iranischen Menschenrechtsverletzungen wie exekutierten Kindern, erhängten Schwulen und gesteinigten Frauen, die unter Umständen der Grund für Frau Merkels Vorbehalte sein könnten. Stattdessen große Freude über die österreichische Schlitzohrigkeit. Oder doch über den Gewinn verlässlicher Partner bei der Endlösung der Judenfrage?

da hat die frau rexer in dieser ausgabe wohl zweimal zugeschlagen, gibt es doch im online-profil (und print) einen tollen artikel zum thema arbeitsmarkt: und liefert dort wirtshchaftsboulvard unterster schublade ab. grundtenor: wer arbeitslos ist, ist selber schuld. “Wer zu Zugeständnissen bereit ist und wegen eines Jobangebots die Stadt wechselt oder beim Verdienst oder Status Abstriche macht, wird fündig. Wer das nicht tut, nimmt Arbeitslosigkeit billigend in Kauf.”
Dass die realität leider anders anschaut, tut nichts zur sache. ihre ideologischen dankbaren abnehmer wird frau rexer wohl finden.
Leider ist es bei den meisten Blättern in Österreich so, dass es ihnen wichtiger ist, ihre ideologischen dankbaren AbnehmerInnen zu finden als zum kritischen Diskurs beizutragen…