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Hatten Sie schon immer mal Lust, einen Brief an die Krone zu schreiben und sich damit, wie derzeit ersichtlich ist, in bester Gesellschaft zu befinden?

Kronen Zeitung
Muthgasse
1190 Wien

SFPÖ

Was soll man da noch großartig sagen? Eine schlechte Nachricht (Schottermitzi) jagt die nächste (Anti-EU Populismus und FP-Kopie durch FPÖ)!

Wer in Österreich lebt, weiß: Es kann immer noch schlimmer kommen. Folglich ist Maria Fekter als Innenministerin aus der politischen Volksanwaltschaftsversenkung in eines der innenpolitischen Machtzentren zurückgekehrt (worden). Wir dürfen uns auf vorgestrige Wertevorstellungen und Oberösterreicherin-versucht-Hochdeutsch-zu-sprechen freuen! Hoffentlich nur eine Frage der Zeit, bis die Schottermitzi wieder auf der Deponie landet.

Normalität auf österreichisch: In der Klagenfurter EM Fanzone ist der Nazi und Kriegsverbrecher Milivoj Asner offenbar gern gesehener Gast. Dass er auf der Fahndungsliste von Interpol steht, scheint im sonnigen Kärnten und überhaupt im gastfreundlichen Österreich niemanden zu stören.

http://orf.at/080616-26251/?href=http%3A%2F%2Forf.at%2F080616-26251%2F26252txt_story.html

http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/news/article1294928.ece

http://haaretz.com/hasen/spages/993281.html

http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1212659751740&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull

Es gibt noch Lichtblicke! Neulich entdeckt: TNUVA Magic Soya Schokodrink direkt aus der Kibbutzidylle ins BIPA Regal! Bitte mehr davon!

Ist der Life Ball in Wien ein Gradmesser für “Toleranz” gegenüber Homo- Bi- und Transsexuellen? Oder finden sich sogar unter den BesucherInnen des Balls homophobe Einstellungen? Angesichts der Aussagen des ehem. Fußballers und “Stargastes” Michael Konsel ist zu befürchten, dass das Wiener Rathaus selbst am Tag des Life Balls keine Homophobie-freie Zone ist.

Dass der Life Ball-”Stargast” Michael Konsel im ORF-Live-Interview die homophobe Ansicht verbreitet, wonach Fussball als “harter Sport” kein Sport für Schwule sei, zeugt davon wie sehr der Life Ball mittlerweile im Mainstream angekommen ist und wie wenig sich seine BesucherInnen über ihre eigene Homophobie bewusst sind. Verkleidete Biedermänner und -frauen kaschieren für einen Abend äußerst aufwendig ihre Abneigung gegen Schwule, Lesben und transidente Menschen, gegen das Nichteinordenbare, das queere, das aus der Norm fallende. Gleichzeitig wird die Teilnahme an dem schrillen Fest quasi als Zertifikat für “Toleranz” gewertet, von den KaschiererInnen selbst, aber auch von der (heterosexistischen) Öffentlichkeit. Was das Wert ist, wird klar, wenn einem dort Peter Westenthaler über den Weg läuft.
Gerry Keszler hat einen an sich wunderbaren Planeten Life Ball kreiert, ihm und seinem Team gebührt dafür tausend Dank - dennoch darf bei allem Lob nicht übersehen werden, wie sehr dieses einige Stunden dauernde Event in eine homophobe österreichische Realität eingebettet ist. Dass schwulenfeindliche Aussagen eines “Stargastes” keinerlei Einspruch nach sich ziehen, ist der eigentliche Skandal.

Mein Leserbrief an Die Presse vom 18. Mai 2008

In skandalöser und unseriöser Weise haben András Szigetvari und Gudrun Harrer vom “Standard” über die Konferenz “Die iranische Bedrohung” vom 3./4. Mai berichtet. Hier die Reaktion der Veranstalter vom Bündnis STOP THE BOMB:

Stellungnahme zu Vorwürfen und Berichterstattung zu unserer Iran-Konferenz

Die Initiative STOP THE BOMB hat im Vorfeld der internationalen Konferenz “Die iranische Bedrohung” am Samstag/Sonntag, 3./4. Mai die Anfrage einer Vertreterin der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Islamic Republic News Agency (IRNA), an der Konferenz teilzunehmen, abschlägig beantwortet. Daraufhin startete die IRNA eine Emailkampagne, indem sie über Presseverteilerlisten und in Emails an die Universität Wien die Behauptungen verbreitete, der Ausschluss sei aufgrund der Nationalität erfolgt und sei außerdem ein Verstoß gegen die Pressefreiheit. Beide Vorwürfe wurden am Sonntag in der Regimezeitung <http://www.iran-daily.com/1387/3117/html/national.htm>Iran Daily erneut erhoben. Einen Tag später machte András Szigetvari sie sich im <http://derstandard.at/?url=/?id=3325059> im Standard zu eigen; Szigetvari behauptet, es handle sich bei der Absage an die IRNA-Vertreterin um eine “Einschränkung der Pressefreiheit”.
Zum Vorwurf, der Ausschluss der IRNA-Vertreterin sei aufgrund ihrer Nationalität erfolgt:
Dieser Vorwurf ist ganz offensichtlich substanzlos, wie schon daran zu sehen ist, dass zahlreiche IranerInnen sowohl auf dem Podium als auch im Publikum an der Konferenz teilgenommen haben. In Österreich ist es leider allzu üblich, jeden Iraner und jede Iranerin in einen Topf zu stecken und damit denjenigen ins Gesicht zu schlagen, die schon seit Jahrzehnten gegen die Scharia und für einen säkularen Iran kämpfen. Ihnen, nicht der IRNA, gilt unsere Solidarität.

Zum Vorwurf, es handle sich um eine Einschränkung der Pressefreiheit:
Pressefreiheit bedeutet keineswegs, dass Privatpersonen oder Organisationen verpflichtet sind, Medienvertretern überallhin Zugang zu verschaffen und ihnen Auskunft über alles und jedes zu geben. Pressefreiheit ist vielmehr ein Recht von Privatpersonen gegenüber dem Staat und besagt, dass dieser die Tätigkeit der Presse nicht behindern darf, es sei denn bei der Verletzung anderer Gesetze. Wenn sich eine Vertreterin des iranischen Regimes, von dem Zeitungen und andere Medien nur erlaubt werden, wenn sie von einem Zensurgremium für Scharia-kompatibel erklärt werden, auf der staatlich kontrollierten und abgesegneten Internetseite der IRNA-nahen Iran Daily auf die Pressefreiheit beruft, dann kann dies nichts anderes sein als ein taktischer Trick oder ein schlechter Witz.

Der Ausschluss der IRNA-Vertreterin hat zwei einfache Gründe, die mit den von der IRNA und dem Standard unterstellten nichts zu tun haben:

1) Wir arbeiten nicht mit Vertretern des iranischen Regimes zusammen, das Israel mit der Vernichtung bedroht, das seine eigene Bevölkerung unter die Herrschaft der Scharia zwingt und das überdies offen das Programm verfolgt, die 1979 begonnene islamische Revolution “in die ganze Welt hinauszutragen” (Ayatollah Khomeini).

2) Uns ist an der Sicherheit aller Teilnehmenden gelegen, besonders an der der exiliranischen ReferentInnen und BesucherInnen. Der Ausschluss der IRNA erfolgte nicht zuletzt auf ausdrücklichen Wunsch iranischer TeilnehmerInnen.

Insofern haben wir uns nicht zu entschuldigen und nichts zurückzunehmen.

Wir ergreifen die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass András Szigetvari lediglich während des Auftaktpanels unserer Konferenz anwesend war. Auch auf diesem sind sehr unterschiedliche Ansichten vertreten worden, die Szigetvari in seinem Artikel leider zu erwähnen vergisst. Einig waren sich alle Podiumsteilnehmer in der Tat darin, dass eine iranische Atombombe verhindert werden muss – und es ist höchst aufschlussreich, dass Szigetvari dies in dem Titel “Kriegsdrohungen aus dem Hörsaal” zusammenfasst, während er das erklärte Ziel der Islamischen Republik Iran, dem Staat Israel ein Ende zu bereiten, nicht als Kriegsdrohung bezeichnen mag. Sollte sich eine iranische Atombombe ohne Krieg verhindern lassen, so wären wir die ersten, die sich darüber freuen würden – der geplante Milliardendeal der OMV mit dem Iran, gegen die sich die Kampagne STOP THE BOMB in erster Linie richtet, trägt allerdings nicht gerade dazu bei, einen solchen Ausgang wahrscheinlicher zu machen.

Die einzige Demokratie im Nahen Osten feiert Geburtstag und hält seit 60 Jahren wacker die Stellung. Weiter so!

APA/Roland Schlager©Bild: APA/Roland Schlager

Die Welt fragt sich gerade zurecht, warum schon wieder gerade in Österreich ein unfassbar grauslicher Fall von Vergewaltigung, Inzest und Freiheitsberaubung ans Tageslicht befördert wurde. Österreich steht als Musterland für Verdrängung und Wegschauen im Rampenlicht. Das hat die Volksseele natürlich gar nicht gern. Die Politk weiß das und ist wieder einmal sehr dankbar, billiges politisches Kleingeld zu machen und dem Pöbel nach dem Mund zu reden.

Man lasse nicht zu, “unserer Jugend eine neue Erbsünde anzudichten” tönte es daher heute aus dem Munde des Volkskanzlers Alfred Gusenbauer bei der Maikundgebung der Wiener SPÖ am Rathausplatz.
Welche andere Erbsünde, wäre es nun interessant zu erfahren, wurde unserer Jugend denn bereits “angedichtet”, Herr Gusenbauer? Und von wem? Oder kann es sein, dass da jemand nicht ganz dicht ist?

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